03.05.2017 00:00 Alter: 3 yrs

Im Juli ist Richtfest


Seit der Grundsteinlegung im September des vergangenen Jahres sind nunmehr acht Monate vergangen. Etage für Etage streckt sich mit unterschiedlichem Fertigungsstand jedes einzelne der drei Häuser in die Höhe. Der Rohbau wird trotz einiger Verzögerungen Ende Juli fertig gestellt sein. Bereits jetzt ist zu sehen, wie die sandig- bis erdfarbene Klinkerfassade den Rohbau am ersten Haus umspannt und neben weiteren Gestaltungselementen wie Balkonbrüstung und Fensteranordnung die prägende Architektur an diesem Standort erahnen lässt.

 

Der Tradition folgend möchten wir mit Fertigstellung des Rohbaus ein zünftiges Richtfest begehen und damit den Maurern und Zimmermannsleuten Dank sagen für die geleistete Arbeit. Wenn der Rohbau geschlossen ist und das Dach in seinen Grundstrukturen aufgebaut wurde, ist der wichtigste und emotionalste Abschnitt eines Bauvorhabens geschafft. Mit dem obligatorischen Richtspruch durch den Polier und dem Einschlagen eines Nagels in den Dachsparren wollen wir dem Haus ein langes und mangelfreies Leben wünschen.

 

Bis zur Fertigstellung ist es aber noch ein weiter Weg. Nachdem das äußere Erscheinungsbild sich entwickelt, beginnen über zwanzig Gewerke mit dem Innenausbau und der Herstellung der technischen Infrastruktur.

 

Wenn Sie diese Zeitung in den Händen halten, dann werden wir neben dem kontinuierlichen Einbau der Fensteranlagen mit dem Innenausbau beginnen. Dazu sind Trockenbauer, Putzer, Estrichleger und die Gewerke für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro vertraglich gebunden worden. Der weitere Ausbau durch die Gewerke Tischler, Schlosser, Fliesenleger und Maler erfolgt dann im Anschluss und werden die finalen Leistungen darstellen.

 

Bis jetzt sind aber die wesentlichsten Hürden bei der Gründung der Häuser überwunden. Unser großes Problem, die Grundwasserhaltung, konnte mit viel Aufwand gemeistert werden. Von geplanten 241 Tausend Kubikmeter zu förderndes Grundwasser mussten wir, bis zur endgültigen Fertigstellung der wasserundurchlässigen Tiefgaragenkonstruktion, fast 1,1 Mio. Kubikmeter Grundwasser fördern. Trotz großzügiger Annahmen bei der zu erwartenden Fördermenge drückte mehr Grundwasser in die Baugrube als berechnet. Dieses musste zur Senkung des Grundwasserpegels abgepumpt werden. Die zusätzlichen Mengen erzeugten ungeplante Mehrkosten.

 

Auch die teilweise anhaltenden Temperaturen unter null Grad Celsius von Januar bis Ende März verursachten neben weiteren baulichen Problemen einen Bauverzug von mehr als drei Wochen. Auch technologische Abhängigkeiten und Materialknappheit, wegen der positiven Baukonjunktur in Berlin, sorgten für weitere Verzögerungen im Bauablaufplan. Unter Zugrundelegung der jetzt bekannten Eckdaten der Bauplanfortschreibung für die Fertigstellung der beauftragten Bauleistungen gehen wir von einer Fertigstellung nicht vor Ende 2018 aus.

 

Mit dem zweiten Neubau werden wir am Standort Rudower Straße Ecke Köllnische Straße wieder eine Landmarke setzen, die den Kiez an dieser Stelle für die Zukunft prägen wird. Es wird ein eigenständiges Ensemble entstehen, welches sich in die Bestandsarchitektur eingliedert. Großzügige Balkone und Terrassen mit einer Bruttofläche von ca. 7,5 bis 21 m² bieten einen aufenthaltsfreundlichen Außenbereich. Alle zur Tagessonne ausgerichteten Fenster erhalten einen sommerlichen Wärmeschutz zur Verschattung der Zimmer. Entgegen der Lüftungslösung in unserem ersten Neubauvorhaben in der Dörpfeldstraße werden wir den geforderten hygienischen Luftwechsel nicht über Wärmerückgewinnung, sondern mit einer elektromechanischen Entlüftungsanlage und Regelairs erfüllen. Die Wärme- und Warmwasserversorgung erfolgt aus der vor Ort anliegenden Fernwärmeversorgungsleitung des Unternehmens BTB aus Adlershof.

 

Es werden in jedem Haus 19 Wohnungen mit ca. 70 bis 100 m² Wohnfläche entstehen. Insgesamt werden wir in jedem Haus neun Dreiraumwohnungen und zehn Zweiraumwohnungen anbieten. Es wird für alle drei Häuser eine barrierefreie Wohnung und jeweils drei bis vier barrierearme Wohnungen geben. Alle Wohnungen sind über einen Aufzug zu erreichen. Das Treppenhaus wird über eine Pfosten-Riegelkonstruktion sehr lichtdurchflutet sein und durch eine offene Bauweise viel Sicherheit und gemeinschaftliche Individualität bieten.

 

Am Ende des Jahres werden wir zu einem Tag des offenen Bauwerks einladen, an dem jeder die Möglichkeit hat, sich von dem Geschaffenen einen Eindruck zu verschaffen.

Wünschen wir dem Bauwerk bis zu diesem Termin ein gutes Gedeihen.